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Break the night with color

Ein durchaus erfolgreiches Jahr 2007 neigt sich dem Ende. Was relativ müßig begann hat sich doch gut für uns entwickelt:

Frierock 07, Freilicht V, 2. Platz bei Saturday Fight Club Finale ...

Mit "überspielt" könnte man unsere Situation nach den ansträngenden Wochenende im September/Oktober bezeichnen - der Höhepunkt der Situation war vielleicht der Gig bei ROCK in der FLACKHAL, der wohl am besten mit "Noise and Confusion in Elstal at Midnight" zu beschreiben ist.

Nachdem erstmal Ruhe eingekehrt war (nach dem charmanten Feier bei Falkos Verwandten) hatten wir endlich mal wieder Zeit um in den Probenraum zu gehen.

Resultat der vornehmlich an Sonnatgnachmittagen stattfindenen Treffen sind zwei blitzeblanke neue Songs. Der erste stammt aus Andis Feder, gespickt mit dem lyrischen Outputs unseres Italo-Anglistiker Santa, und trägt den Namen "Alice Cooper". Eine Song der uns in der trüben herbstlich/winterlichen Zeit ein wenig Sommerlaune verschafft. Wichtig: Eine gesungene Textzeile ist nicht mit dem Namen einer Ex-Freundin in Verbindung zu bringen - der einzigste Übereinstimmung ist phonetischer Natur! Der zweite "Neue" ist von Chef-FAL-Songwriter Dave und handelt von der Verschwändung nächtlichen Aktivitäten - "Wasting the night". Ein Song voller überraschender Elemente aber ich will nicht zuviel verraten...

Noch zwei entspannte Gigs stehen dieses Jahr noch auf dem Spielplan:

Samstag, 17.11. 2007 im Big Dinner's in Nauen (Gewerbegebiet Nauen Ost) für alle Liebhaber von Burgern, die nach Burgern schmecken sollen, ein muss. Achtung: Es wird voll, da die Location nicht viel Platz hergibt. Also nicht zu spät kommen - Startschuss ist um 21 Uhr. Telefonisch kann man sich einen Tisch reservieren lassen!!!

Freitag, 28.12 im Antje Oklesund in Berlin - Kreuzberg; erster und letzter FAL-Gig in Berlin in diesem Jahr soviel ist schon mal sicher. Freier Eintritt, nette Atmosphäre und'ne geile zweite Band an diesem Abend.

13.11.07 11:56


I put your boyfriend in mein Wartburg

25.August 2007 Freilichtbühne Nauen Freilicht fünf

As time goes by… Mit dem Wort “Freilicht” verbindet das FAL-Lager gleich mehr aus nur einen Gedanken:

  • Freilicht, die Veranstaltung, die von unserer (ehemaligen) Schule ins Leben gerufen wurde
  • Freilicht, die Band des „Hofnarren“ (die Insider wissen bescheid – Am.d.Red.), die sich wie wir einst 2004 gründete und mit uns um die Vorherrschaft im Goethe-Gymnasium kämpfte (siehe Wanted-Bandcontest),  sich jedoch nicht länger als ein halbes Jahr bewährte und auflöste
  • Freilicht, das ultimative Treffen für Leute aus dem Havelland, die schon immer etwas für gute Musik übrig hatten und es immer noch haben

Als der „helle“ Wahnsinn am 20.Juni 2003 das erste Mal stattfand, lang das FAL-Bandvorhaben noch in Kinderschuhen. Wir, zumindest 4/5 der Band, waren als Zuschauer vor Ort gewesen und wussten ab diesem Zeitpunkt, wo wir hinwollten – da hin! Ja, da oben auf die Bühne! Genau da!

Vier Jahre später sie man der Sache etwas nüchterner entgegen aber immer noch ist die Vorfreude auf das Open-Air groß. Freilicht ist immer ein Highlight! Nauener Freilichtbühne, um genau zu sagen „Freilicht II“, der Ort, wo wir unser erstes großes Ding spielten. Ganz zu Ende, keiner eine Handvoll Leute kannte uns und heute sind wir zum vierten Mal dabei!

Viele Menschen sind auf die Freilichtbühne Nauen gekommen, um genau zu sein SEHR viele! Startplatz drei: Perfekt! Vor uns heizen Bekannte und Verwandte (ersten Grades) der Menge ein. Die Sonne geht unter, die Escimos spielen – was für eine Kombination. „Wir sind The Hash und unser Hass in unergründlich!“ – mit dieser Ansage begrüßen die vier Hennigsdorfer die auf Rock-Eingestellten Zuschauer. Sie verbreiten Furcht aber nicht „Fear and Loathing“

Kurz vor Halb Elf: Wir sind dran! Auf dem Open-Air-Gelände sind mittlerweile auch die fünf „Verrückten“ The ROOSTERS aus dem schönen turn-around Dresden eingetroffen, die sich hinter der Bühne so langsam auf ihren Slot vorbereiten und uns vom Bühnenrand beäugen.

Wenn man mal’n Vogel braucht dann is keener da!?!

Um die markante und ebenso beliebtheitsfördernde Rolle als Bandansager zu übernehmen standen dieses Mal zwei junge Herrn zur Debatte, die uns vollkommen unbekannt waren! Der eine half schon komischer Weise mit beim Aufbau mit und, so erzählte er uns, nahm 36 Stunden Zugfahrt durch Skandinavien auf sich nur um beim Freilicht dabei zu sein und vor allem wegen „Fear and Loathing“. Der andere sprach einen leichten norddeutschen Akzent, schätze mal bestimmt aus der Hamburger Ecke irgendwo, und wirkte auf den ersten Blick nett und zutraulich. Backstage erzählte mir einer, der Typ wäre ein talentierter Standupcomedian, der momentan auf Tour ist. Okay, die Qual der Wahl. Da uns beide überzeugen konnten, nicht mit ihrem Können sondern der Umstände wegen, engagierten wir sie einfach beide und sie erfüllten ihre Aufgabe meisterlich!

Vor der Bühne geht’s ab – wo sind denn die ganzen Leute hergekommen? Wahnsinn!!! Die Menge ist kaum zu bändigen. Als ich nach dem zweiten Song die erste Ansage des Abends loswerden will, kann ich kaum mein eigenes Wort verstehen. So etwas hab ich noch nicht erlebt. Das Set sitzt wie eine 501er, wenn man mit ihr vorher in die Badewanne gestiegen ist. 45min Energie pur. Der vermeintlich ruhigste Song des Sets „This lie“ entwickelt sich zur Bombe. „Come on, come on“ und das Publikum ist textsicher dabei – ist kommt nicht alle Tage vor. Am rechten Bühnenrand ist ein Pulk Leute aus Friesack (... lass es 40 bis 50 Leute sein!?), die wahrscheinlich seit dem Frierock, 15 Tage zuvor, immer noch betrunken sind aber abgehen ab wie Schmidts Katze auf Koks. Seit unserem glorreichen Ritterschlag in der Fliederstadt sind sie uns treu und das bis nach Nauen und weiter!

Die „Night has no End“-Showtanzeinlage scheint sich bis zur Funkstadt herumgesprochen zu haben: Die Arm-in-Arm-tanzende Schlange schien kein Ende zu nehmen und ließ sich auf vom Relief der Freilichtbühne nicht aus der Ruhe zu bringen. Zweite Reihe, dritte Reihe … hab irgendwann aufgehört die Reihen zu zählen!? Auch ein am linken bühnenrandstehender, mit einem Bierbecherbewaffneter, gut gelaunter und extra für uns aus Berlin angereister Peter James schien Spaß am bunten Treiben auf der Bühne zu haben.

Beim Spielen merkt Gitarrist Andi, dass wir die letzten Songs zu sechst gespielt haben! Wer war dieser bis dahin anonyme Gastmusiker? Der Drummer der Roosters war's! FAL mit zwei Drummern - Trail of dead made in Elstal? Er wollte einfach sein bereits aufgebautes Set checken und spielte dann einfach 2-3 Lieder mit, sozusagen als Test!

Eine Zugabe musste Heute einfach sein, bei dem Publikum!? HIVES-Medley, wenig geprobt aber als Zugabesong einfach unschlagbar. Die Leute tanzen, wir spielen

… und singen, noch!

Der letzte Part von „Hate to say I told you so“ wird zu Legende!

Die Mikros fallen aus. Technische Probleme, Aufgeregt herumschwirrende Techniker. Schlagzeug, Bass und Gitarren spielen weiter. Sie sind noch auf der PA. Gesang: Fehlanzeige! Wie durch ein Wunder gelingt es mir das Publikum zum Leise sein aufzufordern und es klappt. „Do what I please gonna spread the desease“ und das Publikum: „Because I wanna!“. Das geht ja wirklich! Wie im Fernsehn!? In marktschreier Mannier beende ich den Teil bevor alle wieder einsetzten. Und sehe da: Genau in diesem Augenblick istdie Gesangs-PA wie voll da! Dramatik Pur! Rock’N’Roll. Der Applause – UNBESCHREIBLICH!

Grandios. Ihr seid die Besten, Lads! Thanks…

Setlist:

  • Fool
  • Back in the City
  • Listen to my heart
  • Fuck the feelings
  • You always said No
  • This lie
  • We don’t care
  • So much left to leave
  • Morning pint
  • This night has no End
  • Isle of you
  • Hives-Medley

                                              

4.9.07 14:46


Whatever people say we are, that’s what we’re not

10.August 2007 Freilichtbühne Friesack 9.Frierock

Dass die Fliederstadt Friesack immer eine Reise wert ist, ist vielerorts bekannt. Wer sich aber das Großereignis „Frierock“ durch die Lappen gehen lässt, dem ist einfach nicht mehr zu helfen! Unsere erste Frierock- Experience sollte also im „Sommer of Midges“ am Freitag, den 10.August über die Bühne gehen…

Ort des Geschehens: Freilichtbühne Friesack

Für uns kein unbekannter Ort: Bereits vor zwei Jahren bekamen wir die letzten Überbleibsel des süßes Festivaldufts in die Nase, als wir für eine topsecret Abschiedsparty gebucht wurden, die im „Tittytwister“ (man kann in dem Fall auch NVA-Zelt sagen – Anm. d. Re.) des Frierocks stattfand. Die Erinnerungen an damals: Eine Fahrt zu fünft im Golf mit voll gepacktem Anhänger, ein Santa, der sich zeitweise beim Spielen am Zeltpfeiler festhalten musste um nicht umzukippen und ein Falko, der vor Ort eine Art Hut-Renaissance auslöste. Nicht zu vergessen die immer ereignisreichen Gigs im Friesacker Jugendclub, die meist für Künstler und Besucher in völliger (besoffener) Ekstase endeten.

9.Frierock!?

Nachdem die erste Band „Victims of time“ dem gutgelaunten Rockpublikum bereits die Marschrichtung des Abend vorgibt, stehen wir schon gespannt in den Startlöchern. Warum gespannt? Das Frierock ist eher ein Aushängeschild für Musik der härteren Gangart und das verspricht auch das gesamte Festival-lineup des Wochenendes. Wie würde unsere Musik also beim Publikum ankommen?

21 Uhr: Alles steht, die Zigaretten brennen, die Stimme ist geölt. Hinter der Bühne wird sich eingestimmt und viel gelacht. Als Kumpel Martin beschließt uns auf seine lindenparktypische Art und Weise anzusagen, kann eigentlich nix mehr schief gehen! Welche andere Band hat schon einen eigenen Ansager (nicht Ansgar) im Schlepptau?

Die ersten drei Schlachtschiffe „Fool“, „BITC“ und „Listen to my heart“ laufen vom Stapel und dem Publikum gefällt’s. Besonders eine Gruppe von Punks hupfen und pogen fröhlich von dem rechten Bühnenrand bis zum linken und wieder zurück! „We don’t care“ lässt Menge abgehen wie ein Zäpfchen wie auch bei dem Dreiakkord-Blues-Diamant „Morning pint“, verstärkt mit CREMÉ de MENTHE und ganz viel Schweiß. Jede freie Sekunde zwischen den Liedern wird genutzt um die Verbrüderung mit den ebenfalls aus Elstal stammenden „Punch Up Pogos“ mit „ELSTAL UNITED“ zu bekunden und um die Eddy Argos’ Weisheit „PUNKROCK ist nicht tot!“ zu skandieren!

Als wenn wir’s mit dem Tempo übertrieben wollten: Das viel zu schnelle „Isle of you“ (fast in bester Mötörheadmanier) steht kurz davor aus dem Runder zu laufen aber das interessiert hier eh keinen mehr – Hauptsache laut schnell!? So stürze ich mich im letzten Teil des Songs in die pogende Menge um mit ihnen mitzufeiern. Die anfänglichen Bedenken spätestens ab diesem Zeitpunkt endgültig verschwunden.

Zur Zugabe, dem „Hives-Medley“, wird’s auf der Bühne kuschelig – neben den beiden „Punch Up Pogos“ Heiko und Schwenki gesellen sich zum Tanzen und Koffer plündern auch Promoter Martin und Fotograph und Edelroady Piefke dem lusitgen Treiben auf der Bühne! It’s only Rock’n’Roll and I like it, love it !!!

Nachdem der letzte Ton verklungen ist wird noch freundlich auf die nächste Truppe „Harmoana“ und auf das in 14tagen stattfindende Freilicht V verwiesen und artig beim Publikum bedankt! Danach folgt der Weg der fünf Helden Richtung Bierwagen und Zeltplatz um noch weiter mit den Leuten zu feiern.

Friesack ist definitiv immer ein „Fear and Loathing“ – Highlight. Bis zu nächsten Jahr oh wunderbare Fliederstadt!

Setlist:

  • Fool
  • Back in the City
  • Listen to my heart
  • Fuck the feelings
  • You always said No
  • This lie
  • We don’t care
  • So much left to leave
  • Morning pint
  • This night has no End
  • Isle of you
  • Hives-Medley
21.8.07 14:49


It’s a bit complicated

04.August 2007 Lindenpark Potsdam

Startschuss zur Sommerrundfahrt 2007: Mit dem Gig im Lindenpark begann für uns der Wonnemonat August - der Monat, in dem wir in unserer Historie die meisten Auftrittseinträge verbuchen konnten. Nach dem doch zuletzt eher dürftigen Booking, wenn man das Jahr bis jetzt Revue passieren lässt, also die willkommene Gelegenheit so richtig den Staub von den Gitarren zu spielen.

Tatort: Lindenpark

Letztes Jahr im Starterfeld, heute der erste Etappensieg. Saturday Fight Club 2007! Unter den auftretenden Bands alte Bekannte aus dem Vorjahr – Johnny Oh, damals hauchdünn nach dem Zielfoto eine Radlänge vor uns, seit dem gute Freunde und geschätzte Kollegen, beginnen den Abend und spielen außer der Wertung.

Also wird’s ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Fahrer  Bands geben. Konkurrent im „Fear and Loahting“-Windschatten bei der Zieleinfahrt: „The Major Impact“. Die Jungs erweisen sich backstage als angenehme Zeitgenossen und äußerst nette Gesprächspartner.  Sie beginnen den eigentlichen Wettbewerb mit ihr härteren hohen Gangart, das sie gekonnt dem zahlreicherschienenden Lindenparkpublikum präsentieren.

23:30 Uhr:

Nach erfolgreich abgegebener Urinprobe bei Rennleiter und Präsident des SFC Martin Vogel startet das Unternehmen Gelbes Trikot für das FAL-Fahrerteam aus Elstal.

Das gut eingespielte Set funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk und kommt beim Publikum ebenso gut an, wie die Version 2.0 des aus Andis Feder stammenden „Morning Pint“, dass vor allem mit Dynamik zu überraschen vermag. Im Anschluss und kurz vor dem Kreislaufkollaps stehend, kommt noch einmal bei „This night has no end“ (Bergkategorie IV) die zweite Luft, so dass bei der Zieleinfahrt „Isle of you“ das Adrenalin die letzen Kräfte freisetzt und der knappe 44-zu-37-Sieg besiegelt ist.

Vielen Dank an alle Leute, die ihre Stimme für uns gegeben haben. Wir hoffen, dass ihr alle am 21.September dabei sein werdet!

Setlist:

  • Fool
  • Back in the City
  • Listen to my heart
  • Fuck the feelings
  • You always said No
  • This lie
  • We don’t care
  • So much left to leave
  • Morning pint
  • This night has no End
  • Isle of you

 

7.8.07 13:40


The importance of being idle

25.Mai 2007 "Haus der Begegnung" Nauen

Es ist Freitag und das Wetter ist an diesem Tag genauso wie die FAL-Gemütslage: durchwachsen. Nachdem im Vorfeld  der Supportact "EMIRA" kurzfristig aus terminlichen Gründen absagen musste waren wir bestrebt jemand anderes zu engagieren, was letztlich ohne Erfolg blieb. 

19 Uhr: Dank der Mithilfe der fleißigen und kräftigen Hände des Jugendklub gelang es uns noch bevor das Unwetter so richtig loslegte das Equipment halbwegs trocken in das Gebäude in der Ketziner Str.1 zu bringen. Während es drausen aus Eimern regnete waren wir damit beschäftigt mit der Akkustik des Raumes zu kämpfen, was sich als schwierger erwies als wir zunächst dachten. Im Endeffekt war das Produkt doch halbwegs zufriedenstellend.

22:30 Uhr: Nachdem es knapp 80min Indie-Musik aus der Konserve gibt fallen die ersten LIVE-Töne. Der Startschuss fällt mit "Back in the City" - natürlich nicht in Funkstadtversion! Nur eine handvoll Leute haben sich ins "Haus der Begegnung" verirrt. Trotz des gringen Zulaufs ist die Stimmung der Band als auch die, der abgezählt 11 tanzenden Jungs und Mädels gut. Im Laufe des Gigs entwickelt sich ein ständiger Dialog zwischen den beiden Fraktionen. Es werden abgedroschene Frasen, sinnlose Kommentare und Lebensweisheiten ausgetauscht.

Ach ja, Musik  wurde an diesem Abend auch gemacht. Das Set, bestehend aus altbewertem und fast neuem Material, ist wie immer mehr als solide. 

Kuriosität des Abend: Nachdem der letzte "Morning pint"-Akkord fällt gesellen sich drei in grün gekleidete Männer mit  Hut der geselligen  Runde um uns darauf hinzuweisen, "dass wir die ganze Stadt beschallen". Meine Frage, "ob wir lauter als die MUSICARENA wären" verneint der Beamte hastig und zwingt uns'n bisschen leiser zu machen. Wir verabschieden die Herren artig mit dem Libertines-Cover "Time for heroes".  

Zum letzten Song des regulären Set "Night has no End" kommt das Publikum nochmal richtig auf den Geschmack und lässt mit einstudiertem Tanz nicht locker, so dass wir als Dankeschön es mit "Day Tripper" und "Hate to say I told you so" nochmal so laut werden lassen, dass es fast die Kollegen  noch einmal antanzen lässt!

Nach gespielten 14 Songs neigt sich der Abend schließlich seinem Ende. Danach gibt es zum Ausklang noch ein bisschen Smaltalk vor dem Haus und viele gut gelaunte nette Gesichter.

Setlist:

  • Back in the City
  • So much left to leave
  • Listen to my heart
  • Fuck the feelings
  • You always said No
  • Fool
  • This lie
  • We don't care
  • Morning pint
  • Time for heroes
  • Isle of you
  • This night has no End
  • Day Tripper
  • Hate to say I told you so
28.5.07 19:56


Back from the Death

14.April 2007 „Am Ritterfeld“ Nauen

Irgendwie ein komisches Gefühl. Es ist Frühling. Draußen wird’s langsam warm und die Abende werden länger. Es ist Samstag, der 14.April und wir spielen unseren ersten Gig 2007. Was für’ne lange und vor allem giglose Zeit. Rückblick: Nach 20 Auftritten im letzen Jahr war man ja fast schon ein bisschen verwöhnt- tolle Shows in noch tolleren Locations. Dann kam der kalte Dezember, in dem so Einiges die kleine heile Welt von Fear and Loathing durchrüttelte: Einbruch im Probenraum, der mit einigen blaue Flecken und Verletzungen für uns endete, Eklat beim EMERGENZA, 2.10min überzogen, Stimmenhalbierung Bierbecherwurf usw.

119 Tage nach dem Abend im LIDO endlich ein Gig. Nach unzähligen, zumeist Sonntagnachmittagen im Paarener Winterquartier geht wieder auf eine Bühne und vor allem vor Publikum. Tatort diesmal das “Ritterfeld“ in Nauen. Bisher nur als bandliebste Tequilabar bekannt (großräumige aber gemütliche Kneipe mit separatem bühnenähnlichen Bereich). Mit anderen Worten genau der richtige Ort um nach langer Spielpausen so richtig loszulegen.

Alle sind gut gelaunt an diesem Samstag. Auch die Kollegen von The Hash, die schon früher als vereinbart vor Ort sind und sich mit Kreuzworträtseln und Begutachten der Umgebung die Zeit während unseres Soundchecks vertreiben. Alles verläuft reibungslos und entspannt ab. Jetzt noch schnell etwas Essen fahren und dann kann es auch schon losgehen.

Kurz vor 22 Uhr ertönt der erste The Hash-Song. Es sind auch schon ein paar Leute gekommen, im Laufe des Abends werden es etwa  40 bis 50 Gäste sein. Gute Show, super Songs. Derweilen befinden sich immer mehr bekannte Gesichter im Publikum, angefangen von alten Schulkameraden bis hin zu Freunden und Eltern. Obwohl es Einwände vom Hash-Bassisten gibt will das Publikum unbedingt noch eine Zugabe von den vier Hennigsdorfer hören, die selbstverständlich prompt folgt und die, wie das ganze Set, zu überzeugen weiß.

22.55 Uhr: Alle Vorkehrungen sind getroffen: Reifen aufgewärmt, Toilette besucht und  Gitarren gestimmt. Jetzt muss nur noch die verdammte Ampel auf Grün umschalten. Ich hole noch schnell fünf Bier für die Bühne und dann geht’s los.

Die erste Überraschung für die Stammhörerschaft ist der neue Opener (bislang noch unbetitelt), nach guter alter FAL-Tradition -Goodbye „The Vox“, der stets unser Set anno 2006 eröffnete. Das ganze Set des Abends erweist sich als gute Wahl, darunter auch die Neulinge „Morning pint“ und „Fuck the feelings“. Alle Boys in the band sind motiviert und präsentieren sich in bester Spiellaune. Falko hat sich extra schick gemacht und einen Hut aufgesetzt und Santa bleibt die ganzen 50min hinter seiner roten Sonnenbrille inkognito. Erstmalig ist neben Dave und mir auch Andi mit einem Mirkofon bewaffnet. Die Arbeit an den Gesangspart, an denen speziell im Probenraum gearbeitet wurde, machte sich besonders bei den Songs „Listen to my heart“ und „This lie“ bemerkbar. Große Freude kam bei dem Nauener Publikum auf als wir als vorletzten Song „Back in the City“ in der Funkstadtversion präsentierten.   

Es fühlt sich spitze an wieder vor Publikum zu spielen. Nach 11 Songs + Zugabe ist dann auch Feierabend. Alles ist an diesem Abend gesagt und gespielt.

Set:

Intro
Morning pint
So much left to leave
Fuck the feelings
You always said no
Listen to my heart
This lie
We don’t care
Fool
Back in the City
This night has no end
Isle of you
19.4.07 11:49


Die Legende stribt zuletzt

Woran merkt man, dass man langsam älter wird? Bestimmte Erinnerungen und Rituale ändern sich oder scheinen aus der Mode zu kommen. Vielleicht hat das Ganze auch einen reinen politischen Hintergrund? In diesem Fall mit Sicherheit!

Zum Beispiel damals, als man noch zur Schule ging und gutgelaunt in den Freistunden und Pausen den Weg zur Cafeteria fand. Bereits von Weiten sah man die nette blöde Dame mit dem leichten Sprachfehler hinter der Theke stehen und es spielte sich folgendes Szenario mit dem stetig selben Dialog ab:

„Ein Kaffee und eine Bretzel, bitte.“ „Kaffee: Achtzisch.  Bretzel: Sechzisch. Macht zusammen Einsvierzisch.“ inneres Lächeln, jetzt nur nicht anfangen zu lachen. es geht weiter: „Hat’a passend? Hier der Kaffee. Bretzel nimmt’a sich!“

Was war das für eine Aufmunterung im meistens doch grauen Schulalltag. Ständig wurde der Dialog wiederholt: Auf dem Schulhof, in der Raucherecke, auf dem Klo, überall! Nach einiger Zeit konnte man das Lachen einfach nicht mehr zurück halten und die Dame hinter der Theke, Elli haben wir sie immer genannt, freute sich über die nett lächelnden Jungs des älteren Jahrgangs.

Dieser „Sechzisch“-Mythos  ging selbst über die eigene Schule hinaus. Bekannte und Freunde aus anderen Schulen kamen in Freistunden zu uns nur um selbst das Schauspiel mit den übertriebenen falsch ausgesprochenen Endungen  zu erleben. Wenn die Frau wüsste, wie berühmt sie zu diesem Zeitpunkt war?

Zwei Jahre nach dem Abi die Rückkehr.

Bin gerade damit fertig geworden die Flyer zum Ritterfeld-Gig zu verteilen. Die beiden oberen Etagen sind ausreichend versorgt. Auch für ein kleines Schwätzchen mit der alten Geografielehrerin bleibt Zeit. Eine handvoll der gut kopierten und mit Liebe ausgeschnittenen  Exemplare bleiben übrig.

Wo hin damit? Gucke auf die Uhr: Kurz nach Halb zehn. Zeit für’n Kaffee bei Elli! Erst schön nostalgisch die Bestellung abgeben und dann noch fragen, ob die Zettel auf dem Tresen ausliegen dürfen … Geistesblitz, spitzen Idee, Dirki!

Die Cafeteria  ist gut gefüllt, auf den ersten Blick jede Menge Gesichter, die man nicht kennt. Vielleicht kennt man mich ja? Fear and Loathing, die kennt man bestimmt!

Gucke mich kurz um und gehe dann auf direktem Weg zur Theke. Wie gewohnt vergehen keine fünf Sekunden bis die lustige Dame an die Kasse kommt.

Natürlich erkennt sie mich auch nach zwei Jahren wieder. Smalltalk. Dies und das eben, was man sich so erzählt. Was man gerade so macht, wie das Geschäft so läuft und so weiter. Elli scheint glücklich zu sein sich mit mir zu Unterhalten und berichtet stolz, dass es jetzt bei ihr sogar Salatteller kaufen kann, die sie jeden Morgen frisch zubereitet.

Bevor ich zum bestellen komme, fähr sie mir in die Parade: “Willst bestimmt’n Kaffee, wa?“, poltert sie mir entgegen, als wenn sie doch den Grund unseres früheren Gutgelauntseins endlich gerafft hätte. Noch bevor dich doch auf meine Kosten kommen will um mich nach dem Preis zu erkundigen, sagt sie lächelnd: „Der kostet jetzt zweiundachzisch Cent!“

In diesem Augenblick stirbt eine Legende.

Der Sprachfehler kommt überhaupt nicht mehr so richtig durch! Das ist einfach nicht das gleiche, das lustige, das von früher!Gucke mir das weitere Angebot so an – kein glatter Preis mehr! Alles ungerade Summen! Auch auf dem Schildchen der anderen Lachgarantie „Bretzel“ der gleiche Mist: 62 Cent.

Elli fügt grinsend hinzu: “Is wegen da Mehrwertsteuer, hehehe!“Das hat sich dann wohl erledigt mit dem Runnig-Gag der letzten drei Jahre auf dem Gymnasium.

Nachdem sie mir den Kaffee (den es nichtmehr in den großen einfarbigen Tassen gibt) serviert, fällt ihr noch etwas ein, dass sie unbedingt loswerden muss: „Vor zwei Wochen war den Lange mit dem Zopf hier gewesen, der hat auch so nett erzählt, wie du.“ Die Rede ist bestimmt von Don Michalski, der muss es sein. Der studiert in Rostock und hat momentan wie alle Studenten Semesterferien.

Kann ihr genau die 82 Cent passend geben – Ironie des Schicksals. Ihr Grinsen scheint nicht mehr aufhören zu wollen. „Natürlich kannst die Fyler hier hinlegen, is doch keen Problem.“ Wenigstens das ist noch wie früher, Einwände von ihr gab es ja nie.Ich bedanke mich wie es sich gehört und setze mich an einen freien Tisch, trinke Kaffee und denke an die gute alte Zeit, wo der Kaffee noch „Achtzisch“ und die Bretzel (wahlweise mit Salz oder ohne) „Sechzisch“ gekostet hat.

Ob die jetzigen Sek.II-Schüler soviel Spaß in der Cafeteria haben wie wir von 2002 bis 2005? Vielleicht hat der Tierarzt gegenüber der Cafeteria noch den riesigen Dalmatinerhund, der immer versucht  hat die Menschen, die den Hof betraten, zu besteigen! Ansonsten gibt’s kaum mehr was zu lachen im Schulalltag.

28.3.07 13:43


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